Denn obwohl es möglich war, ist es nicht zu verstehen. Deswegen ist es so ungeheuer schwer, aus der Geschichte zu lernen. Als ihn der Polizist fragt, was er da tue, antwortet er, er suche seinen verlorenen Hausschlüssel. Januar sind Fixtage im deutschen Gedenkkalender, und vom Bundespräsidenten über den Bundestagspräsidenten, die Leiter der Gedenkstätten bis hin zu fast jedem Schuldirektor verfügt das Land über eine Vielzahl von Persönlichkeiten, die unter eifriger Zustimmung aller Gutgesonnenen in wohl gesetzten, so bescheiden wie erhaben klingenden Worten kundtun und bezeugen können, dass die Deutschen ihre Lektion gelernt haben und dass es stets nötig sei, wachsam zu sein. Aus der Vergangenheit lernen, heißt Zukunft gewinnen. Das weiß jeder Geschichtsstudent. Das Lernen aus der Geschichte ist Kernstück der Bildungsarbeit im Volksbund. Weil der Nationalsozialismus das absolut Böse war, konnte alles als gut erscheinen, was sich gegen ihn wandte. Weil wir dazu neigten, das zu vergessen, stehen wir so ratlos vor Putins Rückkehr zu Geopolitik und seiner kühl kalkulierten und geschickt choreographierten Abkehr von der Politik der Übereinkunft. Durch Geschichte lernen, das heißt, Geschichte als Medium für einen Lernprozess zu nutzen. Von Ingolf Seidel. Vielleicht lernt man dann am ehesten aus der Geschichte, wenn man so vorsichtig wie denkbar an der Möglichkeit des Fortschritts zwar festhält, sich der Kontingenz und der Widerrufbarkeit von allem und jedem aber stets bewusst bleibt. Der Blick in die Geschichte zeigt, was möglich war und ist, er zeigt, wozu Menschen fähig und unfähig waren und sind. Was nützt, könnte man fragen, die ganze Beschäftigung mit der Historie, wenn sie nur zum Delektieren oder Entsetzen oder zum schieren Betrachten gut ist? Griechenland und Europa – eine Zwischenbilanz, „Heile, heile Gänsje“. Die grundlegende Frage, was denn guten Geschichtsunterricht ausmache, bewegt nicht nur alltäglich Geschichtslehrer/innen. Ist sie noch im Gang, bewegt sie sich ununterbrochen von Weggabelung zu Weggabelung. Zurück in die Zukunft? Viele können solche geschichtlichen Rückblicke schwer ertragen und oft hört man "lasst uns doch endlich mit diesem alten Kram in Ruhe". Auch wenn das alles manchem zu leicht und zu glatt über die Lippen kommt: Es ist gut so. Wie Russland mit der Ukraine umspringen würde, das hatte er sich nicht vorstellen können, es war ein Schock für ihn. Jeder Mensch macht jede neue Erfahrung – bis hin zur letzten, dem Tod – zum ersten Mal. Also bestimmt. Geschichte: Geschichte umschreibt im Allgemeinen all jene Ereignisse und Zeiträume, die bereits vergangen sind. Wie ein Kinderlied zur heimlichen Hymne der Westdeutschen wurde. Die Methode, die Erinnerung an Verbrechen zu löschen, steht seit der hellenisch-griechischen Zeit in einer langen kulturellen Tradition. Doch wenn man die Menschheitsgeschichte mit all ihren sinnlosen Kriegen, tyrannischen Herrschern und politischen Verfolgungen betrachtet, so ist wohl die einzige Lehre daraus, daß wir nichts aus der Geschichte gelernt haben. '. „Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung“: Dieser viel zu oft und viel zu oft falsch bemühte Satz aus dem Talmud sollte bei uns geflissentlich aus dem Gebrauch genommen werden. Kann man aus der Geschichte lernen? Aus der Geschichte lernen - eine häufig zitierte Formel. Das zeigt, meint Pierenkemper, dass man durchaus manchmal aus der Geschichte lernt. Aber seit etwa drei Jahrzehnten gehört das Hinsehen, gehört das – wie auch immer ritualisierte – Vergegenwärtigen der NS-Zeit gewissermaßen zur Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland. (2012) 29,80 €. Die Darstellung kommt ohne politische Wertung aus und ist ohne … Ist sie aber nicht, wie sie selbst nachdrücklich gezeigt hat. Der antiken Geschichtsschreibung in der Tradition Herodots war das ganz geläufig. Als sinnorientierte und zur Zukunftsplanung grundsätzlich fähige Wesen käme es den Menschen sehr gelegen, wenn jedes Ereignis der Geschichte Teil eines Verlaufs wäre, in dem – zur Not auch ex negativo – eine Richtung, ein Ziel erkennbar wäre. In Jeremia 10:23 heißt es, daß „des Menschen Weg nicht in seiner Gewalt steht und daß es dem Menschen nicht gegeben ist, seinen Gang zu bestimmen und seine Schritte zu lenken“ (Jerusalemer Bibel) . Der Schlüssel wird da gesucht, wo es hell ist. von Günther Moewes. Der öffentliche Diskurs des vergangenen Jahres hat sich fast nur mit dem Verhängnis befasst. In dieser Haltung unterscheidet sich Deutschland vermutlich von allen anderen Staaten des Globus – sieht man von Israel und dem jüdischen Volk ab, das den Holocaust erlitten hat und dem die Aufforderung „Zachor!“ (Erinnere Dich!) Geschichte geschah. Hinter dieser Furcht stehen gute Gründe: Wir wollen uns mit der prinzipiellen Kontingenz von Geschichte nicht abfinden. Mit diesen Worten begrüßte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am Dienstag dieser Woche das zahlreiche Publikum zu … Warum neigen wir zu diesem Glauben? Für uns alle. Die EU verfolgt kein Heilsprogramm, sondern stolpert mehr oder minder geschickt von Problem zu Lösung zu Problem und abermals zur vorläufigen Lösung. Die kollektiven Erfahrungen lagern sich nicht im Bewusstsein der Einzelnen ab. Die Abkehr von den – gut ausgeleuchteten – Totalitarismen des 20. Das gilt auch für George Santayanas in diesem Zusammenhang oft bemühten, aus dem Jahr 1905 stammenden Satz: „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ (im Original: „Those who cannot remember the past are condemned to repeat ist.“). Perspektiven im Vergleich. Lernen aus der Geschichte (abgekürzt LaG) ist ein Online-Bildungsportal und eine Zeitschrift, die sich der politischen Bildung und der Geschichte des 20. Aus der Geschichte lernen heißt auch: Umwege gehen und Liegengebliebenes wieder aufnehmen. Denn so notwendig es ist, dieses Gedenken hat längst etwas Gefälliges und Selbstbezogenes. Als Tochter und Enkelin von Fordarbeitern hat sich unsere migrationspolitische Sprecherin Efsun Kızılay, mit dem Erbe migrantischer Streiks beschäftigt. Da die Gegenwart und die Zukunft von den Ereignissen und Erfahrungen der Geschichte … Sie gingen vielmehr in ihrer Mehrheit, beschämt vielleicht, schnell zum Alltag über, sie „beschwiegen“ das Ungeheuerliche. Diese – ex negativo erfolgende – Begründung der EU schneidet diese zugleich von den europäischen Vergangenheiten ab. Auf Dauer zeigte sich aber, dass dieses Fortleben die Konfrontation mit der Vergangenheit erforderte, ja erzwang. Und doch scheint auch er, der Kenner Russlands und Mitteleuropas, geglaubt, zumindest gehofft zu haben, mit dem wundergleich friedlichen Ende der Sowjetunion hätten wir das Schlimmste hinter uns gelassen und die bindende Kraft von Verträgen werde auf Dauer die Gewaltdrohung ersetzen, die in der Zeit des Kalten Kriegs stets virulent war. Ich habe es leider nur noch nicht so ganz herausgefunden. So ernst der Ton klingt, es ist doch nicht zu überhören, dass da auch eine gewisse Genugtuung mitschwingt. Die Geschichte ist eine gute Lehrerin – aber wir müssen auch gute Schüler sein – auch dies könnte ein Motto des Volksbundes sein. Schwalbach/Ts. Auch wenn etliche Manifeste aus der Zeit vor 1945 – etwa das schöne, von Altiero Spinelli inspirierte Manifest von Ventotene (1941) – diese Lesart nahe legen, in Wahrheit wäre der europäische Einigungsprozess heillos überfordert gewesen, hätte man ihn mit diesem geschichtsphilosophischen und teleologischen Drall in Gang gesetzt. Mai, der 9. Der Wunderheiler. Vielleicht haben wir Glück, und die deutsche Beschäftigung mit dem deutschen Zivilisationsbruch hilft uns, Zivilisationsgefahren zu erkennen, gar zu meistern. Darüber hinaus bezeichnet der Begriff die Entwicklung des Menschen. Ohne das unausgesprochen vorausgesetzte, tatsächlich aber grundlose Vertrauen in die Gültigkeit ziviler Regeln wäre ein Fortleben in Deutschland nicht möglich gewesen (Jan Philipp Reemtsma etwa setzt sich in seiner Studie „Vertrauen und Gewalt“ ausführlich mit diesem schmerzlichen Paradoxon auseinander). Ein Polizist sieht ihn, wie er im Schein einer Laterne panisch den Boden absucht. Im politischen, von pragmatischem Fingerhakeln bestimmten Alltag wird das zwar beharrlich bestritten, ist aber dennoch – wie ein geheimes Schmiermittel – stets gegenwärtig. Sie soll das zivile Gewächs sein, das auf der Grabplatte erblüht, die den Nationalsozialismus und die gesamte europäische Gewaltgeschichte versiegelt. Japan, das am Yasukuni-Schrein nach wie vor auch Kriegsverbrecher ehrt, gibt dafür das inzwischen klassische Beispiel ab. Vielleicht bewog diese klägliche Bilanz einen deutschen Philosophen zu der Bemerkung, das einzige, was man aus der Geschichte lerne, sei, daß der Mensch nichts aus der Geschichte lerne. Eben dies setzt die EU im Grunde fort, vor allem in dieser Tradition steht sie. Geschichte-Lernen.net will hohen fachlichen Ansprüchen genügen: Durch die akademische Kompetenz der Autoren sind alle Beiträge nach wissenschaftlichen Standards erarbeitet und professionell recherchiert. Seit geraumer Zeit sind die Deutschen in dieser Konfrontation geübt. Es müsse daher, der Zukunft wegen ein Schlussstrich gezogen werden, das sprichwörtliche Gras müsse über begangene Untaten wachsen. Es ist daher mehr als seltsam, dass im heutigen Europa-Diskurs der vergleichende Bezug auf ältere föderale und Reichstraditionen – Römisches Reich, Altes Reich, Habsburger Reich – fast ganz fehlt. Sie alle fragen sich, ob sie etwas überhört oder übersehen, sich selbst und anderen sogar etwas vorgemacht haben und sich jetzt ihr Scheitern eingestehen müssen.“. Die deutsche Beschäftigung mit der NS-Zeit beförderte auch ein moralisch aufgeladenes Schwarz-Weiß-Denken: hier die Guten, dort die Bösen. Viele übersetzte Beispielsätze mit "aus der Geschichte lernen" – Englisch-Deutsch Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von Englisch-Übersetzungen. In Jeremia 10:23 heißt es, daß „des Menschen Weg nicht in seiner Gewalt steht und daß es dem Menschen nicht gegeben ist, seinen Gang zu bestimmen und seine Schritte zu lenken“ (Jerusalemer Bibel) . Noch einmal, ihn zu vergegenwärtigen ist notwendig und wichtig – und zwar im Interesse unseres moralischen Empfindungsvermögens. Was vom deutschen Vernichtungslager Belzec blieb. Er hört auf mich und er tut, was richtig ist.« Der Teufel antwortet: »Na klar hört er auf dich. Das hat, zumindest in der christlich-jüdischen Tradition, einen aus dem Religiösen stammenden Grund. Als der Große Krieg 1914 begann, standen die Staaten Europas vor einer blühenden Zukunft und es nahm ein Verhängnis seinen Lauf. Es hat, in Deutschland zumindest, viel mit der Europäischen Union zu tun. Aber macht das immun oder wenigstens widerstandsfähiger gegen zukünftige Gewaltversuchungen? Das aber ist eine falsche, in die Irre führende und wenig anspruchsvolle Begründung. Sie soll, wie in fast jeder Festrede zu hören ist, die Konsequenz sein, die wir ein für allemal aus der europäischen Gewaltgeschichte des 20. Hinter diesem auf das Vergessen angelegten Umgang mit der eigenen Geschichte steht auch, aber nicht nur der Unwille, Fehler der eigenen Nation auszuleuchten. Das Leid der Opfer müsse gewissermaßen auf dem Altar der Zukunft geopfert, das heißt: dem Schweigen anheim gegeben werden. Dass eine so prächtig entwickelte Gedenkkultur wie die deutsche keineswegs zum offenen Umgang mit Geschichte anregen muss, hat im Übrigen das vergangene Gedenkjahr für 1914 gezeigt. War die Monstrosität der NS-Untaten anfangs ein Motiv dafür, nicht hinzusehen und ihnen nicht auf den Grund zu sehen, so war es später jedoch eben diese Monstrosität, die zum Hinsehen geradezu zwang. Menschen lernen nicht aus der Vergangenheit, aus der Geschichte, hören nicht auf Ratschläge — müssen ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Der Lernzuwachs Der Begriff Selbstgesteuertes Lernen SGL wird häufig synonym mit den Begriffen Selbstorganisiertes, Selbstreguliertes oder Selbstbestimmtes Lernen verwendet Problembasiertes Lernen PBL auch Problemorientiertes Lernen POL ist eine … Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Zwar wurde allerorten des Beginns des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren gedacht, zwar erschienen zahlreiche neue und zum Teil überraschende Untersuchungen zum Thema. Foto: pixabay.com (Pixabay License) Steffen Lehndorff beschreibt in seinem kurzen Buch "New Deal heißt Mut zum Konflikt. Geschichte könnte, so gesehen, ein Prozess der Akkumulation von Gelingen, Sinn und Kohärenz sein. Doch kann Mario Draghi Italien wirklich retten? Doch abseits guter Noten birgt die Beschäftigung mit Geschichte noch mehr. Der Historiker und Buchautor Heinrich August Winkler sprach im BMI über schwierige politische Zeiten - und Lehren aus der Vergangenheit "Dieses Haus ist nicht nur ein Ort, an dem Akten bearbeitet werden." Aus der Geschichte lernen heißt auch: Umwege gehen und Liegengebliebenes wieder aufnehmen. Garantiert! Zudem umschreibt der Begriff ein Schulfach. In Deutschland aber konnte man nach 1945 auf Dauer so nicht verfahren. Manchmal wäre Schweigen besser als geübtes Bereden und Gedenken. Ist es das individuelle Gedächtnis des Einzelnen, das unser Bild von der Vergangenheit ausmacht? Ja - ich weiß. Allein deswegen, ohne dass davon eine Botschaft an uns als Akteure von heute ausginge. Der Althistoriker Christian Meier notierte in seiner Schrift „Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns“: „Es ist keineswegs ausgemacht, dass tätige Erinnerung Wiederholung ausschließt.“, Die alte Geschichte vom betrunkenen Schlüsselsucher: Ein Mann, der zuviel Alkohol genossen hat, ist des nachts auf dem Heimweg. Du gibst ihm Land und Tiere. Ich halte das Wort „Sündenstolz“ für fatal, und teile auch nicht die These, die Deutschen hätten sich flugs von Weltmeistern im Verbrechen in Weltmeister im Erinnern, Gedenken und „Wiedergutmachen“ gemacht. Solch einer kann immer kommen, solch eine Konstellation kann immer entstehen, auch die hingebungsvollste Diplomatie eines Frank-Walter Steinmeier kann das nicht verhindern. Nämlich lernen, wie wir Fehler vermeiden sollen. Diese ist zwar hell ausgeleuchtet – es spricht aber wenig dafür, dass wir den Schlüssel zur Vermeidung zukünftiger Zivilisationsbrüche finden, wenn wir den Nationalsozialismus absuchen. Eine alte Frage. Der Mann antwortet: „Nein, aber hier ist es hell.“. Wir alle sehnen uns nach einem übergreifenden Sinnhorizont, in dessen Dienst Freundschaft und Liebe stehen. Zum Holocaust-Gedenktag. Vielleicht bewog diese klägliche Bilanz einen deutschen Philosophen zu der Bemerkung, das einzige, was man aus der Geschichte lerne, sei, daß der Mensch nichts aus der Geschichte lerne. - Staatssekretär Hans-Georg Engelke im Gespräch mit Prof. Winkler und dem Publikum, © Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, 2020, Ausländische Fachkräfte als Bereicherung für unser Land, 30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit, Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz (BRPH), BMI Ehrenamts-Kampagne 'Pack mit an! Die EU ist gut und nützlich, aber sie ist nicht der Phönix, der sich aus den Aschen des 20. Vielleicht wäre es schön, wenn die Menschheit die Fähigkeit besäße, einmal gemachte Erfahrungen zu verinnerlichen, in den genetischen Code zu integrieren und so einmal gemachte Fehler fürderhin zu vermeiden. Jahrgang, Nr.4, Juli/August 2015 erschienen. Es zeichnet den Ablehnenden nicht aus. Schlagworte: Rezension, Wirtschaft, USA. Wenn wir … schließen . Mit Sicherheit. In „Cicero“ schrieb er (mehr darüber werden wir aus seinem neuen Buch „Entscheidung in Kiew“ erfahren, das im Herbst erscheint): „Von diesem Schock sind besonders jene betroffen, die sich ein Lebtag lang mit Russland und der Verbesserung der Beziehung zwischen Deutschen und Russen befasst haben; es sind nicht wenige. Nur die Fiktion einer – unschuldigen, entschuldeten – Stunde Null mache ein zivilisiertes Weiterleben möglich. Hier gab es kein Ziel, keine Richtung der Geschichte, im Grunde auch keinen Fortschritt. Doch so ist es nicht. Hätte sich Hitler am 8. 25 Jahre Ende des Kommunismus, fast 70 Jahre Rechtsstaat in Deutschland, knapp 250 Jahre Demokratie in den Vereinigten Staaten: nur Wimpernschläge der Geschichte. Aus der Geschichte lernen, heißt Extreme meiden Das Ende deutscher Sonderwege von Freddy Kühne Dieser Tage las ich davon, dass ein Oberbürgermeister in einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen anlässlich der Reichpogromnacht anregte, eine Gedenkstätte zu errichten, um der Vernichtung der Juden zu gedenken. Fast alle anderen Gesellschaften gehen, was die negativen Seiten ihrer Geschichte angeht, ganz anders vor. Aus der Geschichte zu lernen, ist nicht trivial und kann leicht politisch instrumentalisiert werden. Können wir das Richtige aus der Geschichte lernen? Im Unterschied zu anderen Geschichtsverläufen, die allein mit der Ambition studiert werden können, mehr zu wissen, also möglichst viele Fakten anzuhäufen, muss das Ziel einer Geschichte der Ethik über das faktische Wissen hinausweisen – und das meint: aus der Geschichte lernen. 17.11.2016, Das Publikum beim Vortrag von Prof. Dr. Winkler (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster), Das Publikum, darunter auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière, stellte zahlreiche interessierte Fragen an Prof. Winkler, Prof. Heinrich August Winkler und Staatssekretär Hans-Georg Engelke im Gespräch auf dem Podium (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster), "Wie geht es nach der Trump-Wahl weiter?" „Wie isses nun bloß möglich?“ Dieser Standardsatz der Mutter von Walter Kempowski, der ihre pure Verwunderung ob der turbulenten Zeitläufte ausdrückte, kann beim Blick auf die Shoah kaum hilfreich und der Einsicht förderlich sein. Jehova sagt zum Teufel: »Ist dir mein Diener Hiob aufgefallen? Sie hat vielmehr ein überirdisches Telos, das – so die Pointe des Christentums – auch das irdische Geschehen kräftig beeinflussen kann. Du beschützt ihn ja und segnest ihn. Ein Text von Gesine Schwan. Das sind sehr deutsche Fragen. ...die Modulabschlussprüfung zu bestehen! Und diese Zufälle würden das Verhängnis relativieren und das eingeübte geschichtsphilosophische Bogenschlagen beschädigen. Am Ende setzte sich, im deutschsprachigen Raum zumindest, jene Orthodoxie durch, die Heinrich August Winkler gegen alle Neuerkundungen am brüskesten in ihr altes Recht eingesetzt hat: Die Orthodoxie, dass wir eigentlich schon alles wussten über den Großen Krieg und dass sich am Ende doch alles um die Schuldfrage dreht. Es gab wohl keine Zeichen oder Signale, die übersehen werden konnten. Aus der Geschichte lernen, heißt siegen lernen ... oder wie? Niemand weiß, ob der neue CDU-Chef wirklich andere Wege geht, Drei Männer in Lodz. Denn die Verbrechen, die hätten „vergessen“ werden sollen, sprengten jeden Rahmen, sie kündigten sämtliche zivilisatorischen Übereinkünfte auf. Er weiß, dass er in einer langen Kette steht, aber dieses Wissen ist in aller Regel nicht handlungsbestimmend. Verwunderlich ist vor allem unsere Verwunderung darüber. Arbeitszeitverkürzung erhöht den Wohlstand - das fordert nun auch die IG Metall. Denn das, so das Argument, setze den Unfrieden nur fort, könne nur Anlass für neue Gewalt und neue Untaten sein. Ihr zufolge ist es nicht sinnvoll und der Zukunft nicht zuträglich, die Erinnerung an Untaten wach zu halten. Über die Bedeutung des Erinnerns und des Lernens aus der Geschichte. Jahrhunderts gezogen haben: die EU als Gefahren- und Geschichtsabwehr, als Bollwerk. industrie_alt.jpg. Trotzdem habe ich mir gestern diese "schwere Kost" angetan. Es gibt ja eine lange vornationalstaatliche Geschichte Europas als Föderation, als lockeren, in staatsphilosophischen Begriffen kaum fassbaren und beschreibbaren Zusammenschluss: nicht Staat, sondern Bund. Die EU scheint nie nur das Naheliegende und Ratsame zu sein, sie soll immer auch von einem geschichtsphilosophischen Überschuss leben. Aus der Vergangenheit lernen heißt Zukunft gewinnen gelungene menschliche Beziehungen, in denen wir uns gegenseitig halten und stärken, sind für ein geglücktes Leben ganz unerlässlich. Gemeint ist vielmehr: Können wir Lehren ziehen? Caesar, Nero, Augustinus, Friedrich der Staufer, Papst Coelestin V., Luther, Riemenschneider, Kant, van Gogh, Hitler, Stalin nicht zu vergessen. Vergangenheit und Sinn Hiob weiß nicht, dass Satan, der Teufel, ihn beobachtet. Die gegenwärtige Weltlage, die von der Ukraine bis Libyen das Nein zum Vertragsdenken so eindrucksvoll in Stellung gebracht hat, bietet reichlich Anlass und Grund, damit schnell und entschlossen zu beginnen. Nie wieder wegsehen! Weil nicht wenige Gutmeinende die EU als eine Maschine verstanden und verstehen, die zumindest den Kontinent dauerhaft von den Verhängnissen der Geschichte befreien würde, wurde das europäische Vereinigungsprojekt geschichtsteleologisch überfrachtet. Dabei könnte man meinen, nach 5 Semestern wäre ich der Antwort auf die Frage - Vorsicht Nietzsche Anspielung! Zwar mühten sich die Deutschen in den ersten Jahrzehnten nach 1945 nicht gerade, sich zu erinnern, zu gedenken, genau hinzusehen. Wir hätten tatsächlich schon einiges aus der Geschichte gelernt, wenn wir uns etwa bemühten, den Ukraine-Russland-Antagonismus nicht mehr unter der Fragestellung zu betrachten, wer dabei die Guten und wer die Bösen sind. Das spricht nicht gegen Verträge und Diplomatie, ganz im Gegenteil. Was bedeutet Erinnern wirklich? Man könne anhand der Geschichte für die Gegenwart lernen, heißt es manchmal. Doch was heißt das, wenn wir aus migrantischen Arbeitskämpfen lernen wollen? Aus einem einfachen Grund: Geschichte ist Ereignis. Der Mensch geht – nicht nur zu Unrecht – von der Voraussetzungslosigkeit seines Handels aus. Lernen versteht man den absichtlichen intentionales Lernen und den beiläufigen inzidentelles und implizites Lernen Erwerb von Fertigkeiten. Die inhärente Logik würde demzufolge die Abkehr vom prinzipiell streitsüchtigen und gewaltheckenden Nationalstaat und das Aufgehen der einzelnen Staaten in einem übergeordneten Gebilde erfordern, das gewissermaßen ein Vorgriff auf Weltstaat und Weltregierung wäre. Richtig ist, dass man aus der Geschichte lernen kann, dass Kommunismus nicht … Der Ansatz, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, findet sich darüber hinaus an vielen anderen Stellen. Dieser Aufsatz ist soeben in der Zeitschrift „Internationale Politik“ (IP), 70. Im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Betrachtung der Vergangenheit sprechen wir ebenfalls von Geschichte. Die Eröffnung der neuen modernen Ausstellung auf der Kriegsgräberstätte in La Cambe passte deshalb gut zu dieser Gedenkveranstaltung. Das Leben ging danach zwar – als hätte es die Negation aller bürgerlichen Werte nicht gegeben – weiter. Und zwar so, dass Fehler und Verbrechen, die einmal geschehen sind, in Zukunft unterbleiben, ja sogar ausgeschlossen sind? Wir mögen so viele Blicke auf vergangene Ereignisse werfen wie wir mögen, das erhöht keineswegs die Wahrscheinlichkeit, dass wir Ereignisse, die gerade im Kommen oder im Gang sind, besser erkennen oder entschlüsseln können. Der 8. Nicht selten endet dieser Ansatz in hinkenden Vergleichen – von denen Hitler und die Nazizeit die beliebteste ist. Er ist frei, sein Handeln ist nicht vorbestimmt, und er neigt – mehr unbewusst als bewusst – zu der Annahme, dass mit ihm die Welt beginnt. Ob er sicher sei, dass er ihn genau hier verloren habe, erwidert der Polizist. Das ist ihre Stärke. Das Zitat aus der „Antigone“ von Sophokles, das über einer Tür des Niobidensaals im Berliner Neuen Museum steht, formuliert es durch die Zeitalter hindurch in Stein gemeißelt gültig: „Staunliches waltet viel und doch nichts Erstaunlichers als der Mensch.“ Die Geschichte ist eine schöne und schreckliche Wunderkammer. Dabei entstand ein fruchtbarer Diskurs über etwas, für das wir uns mehr als Expert_innen verstehen: Die Innensicht der Gedenkstätten und Erinnerungsorte sowie unsere eigenen Arbeitspraxen. Bis zu diesem Gedankengang schlug und schlägt mein Herz vollkommen auf… Lernen aus der Geschichte. Und an jeder von ihnen hätte es anders kommen können, als es dann gekommen ist. Dass andere sie auch schon gemacht haben, hilft ihm nicht. Nicht jeden Einzelnen und die vielen Einzelnen sicher in unterschiedlichem Maße. ): Was heißt guter Geschichtsunterricht? Nur eine Kleinigkeit, und Napoleon hätte die Schlacht von Waterloo gewonnen. Es gibt eine Furcht, sich auf den Zufallscharakter und die Stummheit der Geschichte einzulassen. Ich bezweifle es. November 1939, wie eigentlich geplant, nur 13 Minuten länger im Münchner Bürgerbräukeller aufgehalten, dann hätte Georg Elsers Bombe womöglich den Zweiten Weltkrieg und die Schoah verhindert. Demandt: Ja, lernen wir aus der Geschichte? Es war faszinierend und auch auf eine Weise lehrreich, von den Taten und Untaten vergangener Generationen, von Helden und Schurken zu erfahren. - nach dem Sinn… Sie wird, zum Schaden der EU, notorisch heilsgeschichtlich überhöht. Wodurch wird es gelenkt und bestimmt? Nachher ist man immer klüger, und so nehmen wir jetzt mit Erschrecken das eigentlich Selbstverständliche zur Kenntnis, das uns jeder Blick in die Geschichte welcher Epoche auch immer hätte lehren können: Regeln gelten solange, bis einer daherkommt, der sich nicht an sie hält. So rund und schön diese Wendung des Philosophen auch sein mag, sie enthält nicht den Teil der Wahrheit, der verstört: Auch der, der sich an die Vergangenheit zu erinnern bemüht, ist nicht davor gefeit, Untaten zu begehen oder ihnen gegenüber blind zu sein. seit eh und je ein religiöses Gebot der Tora ist. Diese Kernaussage des Beitrags ist sicher richtig. Dass ein entwickeltes Geschichtsbewusstsein und eine anspruchsvolle Gedenkkultur nicht helfen müssen, für gegenwärtige Herausforderungen gewappnet zu sein, ist derzeit gut zu beobachten. Jahrhunderts soll der Urgrund der EU sein. Johannes Meyer-Hamme, Holger Thünemann, Meik Zühlsdorf-Kersting (Hrsg. Sie behandeln sie entweder gar nicht oder nur dilatorisch. Und dennoch ist es wichtig, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Verballhornt wurde daraus (unter Anwendung des sächsischen Dialekts etlicher DDR-Funktionäre): „Von der Sowjetunion lernen heißt siechen lernen.“ Von Gottes Gnaden. Auch in der aktuellen Finanzkrise greift die internationale Kooperation. Der Verzicht darauf trainiert im Umgang mit Dilemmata. Aber heißt das, er würde nie Probleme haben? Sie wäre dagegen vollkommen überfordert, würde man ihr die Mission andichten, sie müsse Europa und möglichst auch die ganze Welt vom Geist des Nationalsozialismus, des Totalitarismus insgesamt und damit von dem der Menschheitsgeschichte innewohnenden Gewaltpotenzial – befreien. Aus der Geschichte lernen heißt: Im Antifaschismus kann es keinen Antikommunismus geben – offener Brief an die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der … Es hindert aber daran, komplizierte Wirklichkeiten zu verstehen. Jahrhunderts erhoben hat. Eine Chance, den Blick zu weiten, wurde vertan. Aber niemand wäre auf die Idee gekommen, diese Beschäftigung mit den Ahnen könne eine Anleitung zum besseren Bestehen der Gegenwart hergeben. Räume öffnen“ heißt die eigene Praxis reflektieren. Das Gottesgnadentum ist eine Begründung für monarchische Herrschaftsansprüche. Lernen aus der Geschichte Auf einer Seite lesen Albert Einstein hat einmal gesagt: "Wir Heutigen nutzen allenfalls zehn Prozent der uns innewohnenden Intelligenz". Aus der Trümmerlandschaft ins Reich des immerwährenden europäischen Friedens – das soll der Weg des europäischen Vereinigungsprozesses sein. Und doch braucht es mehr. Oder: Hätte Deutschland Lenin nicht freies Geleit nach Petersburg gegeben, wäre den Russen und der Welt vielleicht die Oktoberrevolution und 70 Jahre Sowjetreich erspart geblieben usw.usf. Es war aber vielleicht ein Fehler, hoffnungsfroh zu glauben, die Rückkehr Ost- und Mitteleuropas in die Geschichte bedeute zugleich insofern deren Ende, als nun – zum Nutzen und Frommen aller in Ost wie West – das im Prinzip immerwährende Zeitalter der Herrschaft des Rechts angebrochen sei. Aus der Geschichte lernen: Die New-Deal-Politik von Roosevelt. Es zählt, stärker noch in der protestantischen Variante als der katholischen, was hienieden geschieht, und der Mensch ist angehalten, das Seine gut und vernünftig zu tun. Man kann die Pointe dieser Anekdote auf die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit übertragen. Von: Armin Pfahl-Traughber. Doch einen Ertrag, einen Erkenntnisgewinn, ein Neudenken des scheinbar Bekannten hat es nicht gegeben. Ein Ereignis zeichnet sich dadurch aus, dass es geschieht, dass es passiert, dass es in aller Regel nicht zu erwarten ist.
Aus Dem Englischen Stammende Wörter Mit Ea, Sachsenmarkt - Lingnerallee, Preisbildung Soziale Marktwirtschaft, Rot Keramik Engel, Hanse Haus Bauleiter, Eiskönigin 2 Windgeist Name, Ministerpension österreich Ab Wann, 9 Monate Forum, Tiefschlafphase Zu Kurz, Geschenk Für Die Ganze Familie Unternehmung,